Darmkrebs – Entstehung und Vorsorge?
VERÖFFENTLICHT AM 13. April 2018 VON
Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung, bei Männern sowie bei Frauen. Doch was versteht man eigentlich unter Darmkrebs, wie kommt er zustande und können wir vorbeugen?
Darmkrebs – was ist das eigentlich?
Zuerst einmal kann der Darm in drei Abschnitte aufgeteilt: den Dünndarm, den Dickdarm und den Mastdarm. Die vorverdaute Nahrung gelangt von dem Magen zuerst in den Dünndarm. Hier findet die eigentliche Verdauung statt, da die Nahrung in ihre Einzelteile zersetzt wird und so die enthaltenen Vitamine und Mineralien herausgefiltert und aufgenommen werden können. Anschließend gelangt der Nahrungsbrei in den Dickdarm, wo ihm Wasser und Salze entzogen werden. Schlussendlich werden die unverdaulichen Reste über den Mastdarm und den Darmausgang ausgeschieden.
Als Darmkrebs werden bösartige Geschwulste genannt, die vorwiegend im Dick- und Mastdarm auftreten und von den Drüsenzellen der inneren Darmschleimhaut ausgehen. Bei Darmkrebs verbleiben die Krebszellen vorwiegend im Organ, können aber unter Umständen durch den Körper wandern und Metastasen (Krebsablagerungen) bilden. Die Entstehung von Darmkrebs ist ein langandauernder Prozess, der durch verschiedene Faktoren begünstigt werden kann.
Durch welche Faktoren kann Darmkrebs ausgelöst werden?
Die Ursache für die Entstehung ist bis heute nicht vollständig geklärt. Wie bei den meisten Erkrankungen sind sich die Wissenschaftler jedoch einig: es gibt nicht die eine Ursache, sondern verschiedene Faktoren wirken zusammen und begünstigen die Vermehrung von bösartigen Zellen in der Darmschleimhaut.
Zu den begünstigenden Faktoren gehören nicht nur eine genetische Veranlagung oder eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut. Ebenso zählen Lebensstilfaktoren wie z.B. ungünstige Ernährungsgewohnheiten mit einer fettreichen und faserarmen Kost, Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhter Alkoholkonsum und Nikotinsucht zu den Faktoren, die die Entstehung von Darmkrebs begünstigen können. Vorbeugen können wir also, indem wir uns den eben genannten Faktoren annehmen und entgegenwirken, z.B. mit ausreichender Bewegung (5-mal die Woche für 30 Minuten) und einer ballaststoffreichen Kost (aus Gemüse und Hülsenfrüchten).
Gibt es Vorsorgemaßnahmen?
Ab dem 50. Lebensjahr hat jeder gesetzlich Versicherte Anspruch auf Vorsorgemaßnahmen zur Früherkennung von Darmkrebs.
Ab dem Alter von 50 Jahren kann eine Stuhlprobe abgegeben und ab dem Alter von 55 Jahren eine Darmspiegelung in Anspruch genommen werden.
Nicht erst, wenn Symptome auftreten, sollten wir einen Arzt aufsuchen und eine Darmspiegelung durchführen lassen. Durch die Vorsorgemaßnahmen kann Krebs in seinen Vorstufen erkannt und rechtzeitig entfernt werden. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen.
Verspürt man vor dem festgelegten Alter von 50 Jahren Beschwerden, sollte natürlich nicht bis zu einem Vorsorge-Termin warten sondern direkt zum Arzt gehen. Mögliche Warnzeichen für Darmerkrankungen können Blut im Stuhl, andauernde Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder auch wiederholte starke Bauchschmerzen sein. Diese sollte man auf jeden Fall von einem Arzt untersuchen lassen.
Angst vor der Vorsorge?
Haben Bekannte berichtet, dass es nicht angenehm war? Haben wir Angst vor Ärzten oder vor den Instrumenten?
Egal was es ist, ist die Angst wirklich größer, als der Nutzen, den wir aus diesen Untersuchungen ziehen können? Nur wenn Krankheiten frühzeitig erkannt werden, können sie dementsprechend erfolgreich behandelt werden.
Und auch wenn das Alter 50 noch recht weit entfernt scheint können wir den gesamten Beitrag auch als Aufruf zur Inanspruchnahme von Vorsorgemaßnahmen auf jede Vorsorge übertragen, die angeboten werden wie z.B. Gebärmutterhalskrebs-, Brustkrebs- oder auch Hautkrebsfrüherkennung.
Beispiel-Challenges unserer Teilnehmer
- Ich nutze die angebotenen Vorsorgeangebote.
- Drei mal die Woche gehe ich zum Sport.
- Ich esse mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag.
Weitere Infos:
Patienteninformation zum gesamten Krankheitsbild von Sie hier.
Quellen:
Deutsches Krebsforschungszentrum
Das Krankheitsbild Darmkrebs.
Deutsche Krebshilfe
Diagnose Krebs.
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