Wintergewürze – Die Helden der Winterzeit

In einigen Ländern gelten Pflanzen und Gewürze schon seit Jahrhunderten als Heilmittel. Auch die Wissenschaft hat sich dem Thema inzwischen angenommen und die Wirksamkeit verschiedener Gewürze untersucht. Doch wie wirken sich denn jetzt eigentlich unsere Helden der Wintergewürze – Kurkuma, Zimt und Ingwer – auf unseren Körper aus?

Die beiden Knollen: Kurkuma und Ingwer

Kurkuma begegnet uns häufig in der bekannten Gewürzmischung „Curry“. Denn Kurkuma ist das Gewürz, was dem Curry seine gelbe Farbe verleiht. Kurkuma ist reicht an ätherischen Ölen und enthält viele Antioxidantien. Das Gewürz hat eine entzündungshemmende Wirkung und unterstützt dadurch nicht nur unseren Verdauungstrakt, sondern schützt unsere Zellen vor schädlichen Einflüssen, was bei einigen Krankheiten wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen kann. Durch Kurkuma können die Blutfettwerte gesenkt werden und bei Diabetes konnten sogar positive Wirkungen auf den Zuckerstoffwechsel nachgewiesen werden.
Ingwer enthält, wie Kurkuma, viele ätherische Öle und gilt ebenfalls als antibakteriell, entzündungshemmend, magenfreundlich und verdauungsfördernd. Die Knolle hilft gegen Übel- und Schwindelgefühle, wirkt gegen Krämpfe und Blähungen und hat einen positiven Einfluss auf Blutdruck und Blutzuckerspiegel.

Zimt – ist zu viel zu viel des Guten?

Zimt ist mit Abstand der Favorit der Winterzeit und wie Kurkuma reich an Antioxidantien. Zimt wirkt entzündungshemmend und kann den Cholesterinspiegel senken. Eine besondere Wirkung erzielt die Aufnahme von Zimt auf unseren Blutzuckerspiegel. Durch Zimt wird die Aufspaltung von Kohlenhydraten verlangsamt und der Blutzucker steigt nur langsam an. Dadurch können Heißhunger-Attacken vorgebeugt werden. Trotz seines hohen Stellenwertes in der Winterzeit, sollte der Inhaltstoff Cumarin, welcher in Zimt zu finden ist, nicht unterschätzt werden. Vorwiegend lässt sich Cumarin in „Cassia-Zimt“ wiederfinden. Aufgrund des günstigeren Preises ist der Cassia-Zimt die erste Wahl bei der Frage nach der zimtigen Geschmacksnote in Fertigbackwaren. Laut einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung kann der Aromastoff Cumarin bei sensiblen Menschen zu Leberschäden führen, die sich allerdings bei Behandlung wieder zurückbilden lassen. Eine Alternative zu dem Cassia-Zimt wäre deshalb der Ceylon-Zimt, da er erheblich weniger Cumarin enthält. Hier spielt also die Qualität des Gewürzes eine Rolle, allerdings sollten wir nicht in Panik geraten, denn wie bei allem gilt: Die Menge macht den Unterschied!

Das Verhältnis von Preis und Qualität der Wintergewürze

Wir stehen vor den Gewürzregalen und können uns nicht entscheiden. Doch wieso kostet hier die eine Dose des Kurkuma-Gewürzes gleich 5€ mehr als das, was ein paar Regale weiter links steht? Der Unterschied kann in der Qualität liegen. Unterschiedliche Gewürze aus unterschiedlichen Ländern weisen auch eine unterschiedliche Qualität auf. So wird der Ceylon-Zimt meist teurer gehandelt als der Cassia-Zimt, da der Ceylon-Zimt weniger Cumarin enthält. Auch weisen qualitativ hochwertige Gewürze wie z.B. Kurkuma oder Vanille auch durch ihren Seltenheitsgrad einen höheren Preis auf.

Aber lassen wir uns davon nicht abschrecken und investieren in qualitativ hochwertige Gewürze, denn sie sind meist intensiver im Geschmack und wir benötigen eine geringere Menge, um den Geschmack hervorzubringen.

BEISPIEL-CHALLENGES unserer Teilnehmer
  • Ich kaufe qualitativ hochwertige Gewürze.
  • Zimt nutze ich in Maßen.

 

weitere infos

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Würzen für die Gesundheit.

Quellen

EAT SMARTER GmbH & Co. KG:
Diese 5 Kräuter und Gewürze sind extrem gesund!
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V.:
Gesunde Gewürze
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH:
Ingwer.