Arteriosklerose – Wie entsteht sie und können wir vorbeugen?

Arteriosklerose ist einer der häufigsten Gründe für das Entstehen von Herz-Kreislauf Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. Doch wie entsteht sie eigentlich und welche Risikofaktoren gibt es?

Wie entsteht Arteriosklerose?

Unter Arteriosklerose versteht man eine Veränderung der arteriellen Gefäße, die durch eine Schädigung der Gefäßinnenwände entsteht. Durch die Schädigung kommt es zu einer Verdickung und Verhärtung der Gefäßinnenwand, die mit einem Elastizitätsverlust einhergeht.
Oftmals entstehen diese Verdickungen über Jahre hinweg. Durch die Schädigung der Gefäßinnenwand lagern sich Blutfette in den Gefäßen ab und es kommt zu einer Bildung von Plaque. Zu Beginn sind die Ablagerungen noch recht flach, können aber durch verschiedene Einflüsse wie z.B. einem zu hohen Blutdruck aufreißen. Die Wundheilung setzt ein, Blutplättchen lagern sich an, die Verhärtung wird verstärkt und die Ablagerungen werden größer.
Je dicker und fester die Ablagerungen, desto höher das Risiko für Gefäßverschlüsse. Wird ein Klumpen der Ablagerungen abgerissen und mit dem Blutstrom transportiert können auch umfliegende Gefäße verstopft werden (Embolie).

Welche Risikofaktoren gibt es?

Die Risikofaktoren sind in beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren einzuteilen. Als Risikofaktoren, die wir selbst beeinflussen können, gelten Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörung, erhöhter Blutdruck, Diabetes, Rauchen, Übergewicht und Stress . Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren gehören genetische Veranlagungen, das männliche Geschlecht und ein höheres Lebensalter (Männer über 45, Frauen über 55)

Cholesterin als Ursache für Arteriosklerose?

Da Arteriosklerose durch verschiedene Einflüsse und Risikofaktoren entsteht, ist nicht das Cholesterin allein dafür verantwortlich. Trotzdem kann ein zu hoher Cholesterinspiegel in Kombination mit weiteren Risikofaktoren (z.B. Bewegungsmangel, zu hoher Blutdruck, Rauchen) zu Ablagerungen in den Gefäßen führen.
Da aber keineswegs „Fett“ als solches verteufelt werden muss, schauen wir noch einmal genauer hin. Denn häufig ist das LDL-Cholesterin für die Ablagerungen verantwortlich, da es das Fett aus der Leber zu den Zellen transportiert. Greifen wir also zu Fettquellen, die mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten, wie z.B. Nüsse, Fisch, Avocados und Olivenöl, um dadurch unseren LDL-Wert im Blut zu senken. Natürlich sollten wir aufgrund des hohen Energiegehalts solche Lebensmittel nur in Maßen konsumieren, aber in Kombination mit einem ausgewogenen Lebensstil reduzieren wir so unser Risiko für die Verkalkung unserer Gefäße.

 

BEISPIEL-CHALLENGES unserer Teilnehmer
  • Ich tausche die gesättigten Fette durch vollwertige, ungesättigte Fette aus.
  • Drei mal die Woche mache ich Sport.
  • Ich höre mit dem Rauchen auf.

 

weitere infos

Risikofaktor Bluthochdruck.
Risikofaktor Cholesterin.

 

Quellen

Deutsche Gefäßliga e.V:
Gefäßerkrankung Arteriosklerose.
Deutsche Gesellschaft für Arterioskleroseforschung e.V. (DGAF):
Arteriosklerose für Patienten.
Berufsverband Deutscher Internisten e.V.:
Arterienverkalkung: Ursachen und Risikofaktoren.