Erholsamer Schlaf – beeinflussbar durch Ernährung?

Wie wirken sich Ernährungsgewohnheiten auf den Schlaf aus? Macht Schlaflosigkeit dick? Wie hängen Essen und Schlafen zusammen?

Auswirkungen von gestörtem Schlaf?

In den Industrieländern liegt die durchschnittliche Schlafdauer bei circa 7 Stunden. Dabei kennt sich jeder selbst am besten und weiß, wie viel Schlaf er/sie braucht, um am nächsten Tag erholt durchstarten zu können.
Wer nicht ausreichend schläft, riskiert nicht nur länger andauernde Müdigkeit, sondern auch Abgespanntheit und reduzierte Leistungsfähigkeit (sowohl körperlich als auch mental). Dazu ein mangelndes Stressmanagement und es beginnt leicht ein Teufelskreis, in dem alles als anstrengend und unzumutbar wahrgenommen wird. Der Mensch wird inaktiv, sein Belastungsvermögen und der Trainingszustand des Körpers bauen ab. Nicht zuletzt kippt die Stimmung. Mehr Ruhe? Nein, ausgedehnte Pausen senken nur die Lust zur Bewegung. Der Kreis zunehmender Müdigkeit schließt sich.

Ernährungsgewohnheiten

Pauschal gibt es keine Ernährungsgewohnheiten, die den Schlaf generell stören. In mediterranen Ländern wird oft erst spät am Abend gegessen und trotzdem sind die Menschen dort am Morgen wunderbar ausgeruht und voller Tatendrang.
Wenn Sie späte üppige Mahlzeiten aber nicht gewöhnt sind, können sie Ihren Schlaf beeinträchtigen.

Kaffee, Tee und Cola

Stimulantien wie Koffein in Kaffee, Tee und Cola regen die Hirntätigkeit an. Dann ist Abschalten und Schlafen natürlich schwer. Lebensmittel oder Medikamente mit Koffein sollten daher drei bis vier Stunden vor dem Schlafen zuletzt eingenommen werden. Man beachte: die Wirkung von Koffein kann bis zu 24 Stunden anhalten. Dabei ist irrelevant, ob es in Form von Kaffee, Espresso oder Energydrink aufgenommen wurde.
Mäßig am Tage genossen, beeinflussen koffeinhaltige Produkte den Schlaf in der Nacht normalerweise nicht, in hohen Dosen allerdings können sie nachts Schlafprobleme herbeiführen.

Nikotin

Genau wie Koffein wirkt auch Nikotin anregend und kann zu unangenehmen, nächtlichen Störungen führen. Wer die Gewohnheit ändert und nicht mehr raucht, kann schneller ein- und besser durchschlafen.

Alkohol

Im Gegensatz zu Koffein und Nikotin setzt Alkohol die Hirnaktivität herab. Das scheint beim Einschlafen zu helfen, wirkt sich auf den Verlauf der Nacht aber negativ aus. Folgen können Schlafunterbrechungen und frühes Erwachen sein.

Andersherum: Schlafmangel macht Kohldampf

Wer nachts zu wenig schläft, bei dem steigt das sogenannte Hungerhormon an, wohingegen das Sättigungshormon sinkt. Unausgeschlafen ist man also hungriger. Hinzukommt, dass die Lust auf tierische Fette und Süßes steigt. Und weil das noch nicht genug ist, werden nach einer schlafarmen Nacht auch weniger Kalorien verbrannt und stattdessen in Fettpolstern gespeichert.
Schlechter Schlaf führt zudem dazu, dass Zucker im Blut viel langsamer abgebaut wird, weil wenig Insulin vorhanden ist. Außerdem reagieren die Zellen schlechter auf das vorhandene Insulin. Diese Bedingungen können langfristig zu einem Typ-2-Daibetes führen.

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BEISPIEL-CHALLENGES unserer Teilnehmer
    • Freitag abend gönne ich mir ein Bier.
    • Ich gehe jeden Abend um 22 Uhr schlafen, um 7h Schlaf zu bekommen.

 

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