Flüssigkeit – Wie viel braucht unser Körper?

Trinken ist enorm wichtig. Ein Großteil unseres Körpers besteht aus Wasser. Es ist Bestandteil jeder einzelnen Zelle.
Doch wofür ist Wasser überhaupt notwendig und wie viel sollten wir am Tag trinken?

 

Flüssiges Gold

Insgesamt besteht unser Körper zu 50-80% aus Wasser. Ein 70kg Mensch setzt sich bereits etwa zur Hälfte aus Wasser zusammen (35-56L).

Mineral- und Nährstoffe sowie Elektrolyte werden mit Hilfe des Wassers im Körper zu den Zellen transportiert. Zusätzlich dient es als Baustein für Moleküle wie z.B. Kohlenhydrate. Die Nieren werden ständig durchgespült, damit sie die 7L Blut reinigen und Schadstoffe aus dem Kreislauf leiten können. Eine der wichtigsten Funktionen ist die Regulation der Körpertemperatur. An heißen Sommertagen kühlt sich der menschliche Körper selbst herunter. Wie er das macht? Er schwitzt! Das Wasser entzieht uns als Schweiß Wärme über die Haut. Flüssigkeit hält also den gesamten Stoffwechsel aufrecht. Wasser ist seine Lebensquelle.

Eine ausreichende Wasserzufuhr verschafft zudem ästhetische Vorteile! Es hilft dabei, Gewicht zu reduzieren, hält die Haut geschmeidig, schön und straff und und und.

 

Was passiert bei einem Flüssigkeitsmangel?

Ein Flüssigkeitsverlust kann u.a. durch übermäßiges Schwitzen, ein gestörtes Durstverhalten oder Durchfall entstehen. Ein Flüssigkeitsdefizit von 1-2% kann bereits unangenehme Symptome wie verminderte Leistungsfähigkeit, trockene und in Folge stark juckende Haut (dies betrifft vor allem ältere Menschen, die zu wenig trinken) oder schwache Muskeln hervorbringen.

 

Was kann ich essen/trinken, um genug Flüssigkeit aufzunehmen?

Die tägliche Gesamtwasserbilanz liegt – laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) – bei ca. 2,65L. Die Flüssigkeit beziehen wir aus dem, was wir trinken und dem, was wir essen. Dabei liefert der Wasseranteil aus der Nahrung bereits 1/3 der empfohlenen Tagesmenge. Einen weiteren Teil decken wir über körpereigene Prozesse, bei denen Wasser entsteht, ab. Für den Rest empfiehlt die DGE täglich etwa 1,5 Liter Getränke zu sich zu nehmen.

Neben Trink- und Mineralwasser eignen sich ungesüßter Kaffee und Tee sowie verdünnte Fruchtsäfte. Kaffee wurde lange nicht als Wasserspender anerkannt. Mittlerweile ist er mehr als ein Genussmittel.
Wer sein Wasser vermehrt aus der Nahrung ziehen möchte, kann sich an wasserreichen Sorten wie Melonen (bestehen zu 95% aus Wasser), Gurken (90% Wasseranteil) und Tomaten (95% Wasseranteil) satt essen.

Tipp zur Umsetzung: Stellen Sie sich Ihre Wasserflasche sichtbar auf den Tisch, damit Sie an das Trinken erinnert werden und essen Sie wasserreiche Lebensmittel als Vor- und Nachmittagssnacks.

 

Sie mögen kein Wasser oder ungesüßten Tee?

Haben Sie schon alle Sorten probiert?
Viele Leute mögen lieber stilles statt sprudeliges Wasser! Und es gibt geschmacklich enorme Unterschiede zwischen den Herstellern!
Bei Tee sollten Sie herausfinden, ob Sie eher der Kräuter- oder Früchtetee-Liebhaber sind.
Und wenn Sie bei Tee ohne Zucker die Nase rümpfen, dann geben Sie schrittweise nur sehr kleine Mengen Süßungsmittel hinein. Vielleicht brauchen Sie gar nicht so viel Zucker, wie Sie denken und gewöhnen sich schnell an deutlich weniger.

 

BEISPIEL-CHALLENGES unserer teilnehmer
  • Um 11 Uhr esse ich ein viertel Stück Gurke und um 16 Uhr eine Hand voll Nasch-Tomaten
  • Ich beschrifte eine 1,5L Wasserflasche in 500ml-Abständen mit 12 Uhr, 16 Uhr und 20 Uhr und stelle sie in mein Blickfeld
WEITERE INFOS

Hier gibt es weitere Informationen zum Thema Wasser und Wasserbilanz von der DGE.

 

Quellen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung:
Wasser und Wasserbilanz.
Richtig trinken – fit bleiben (pdf download).
Armin Baur:
Wasser-Elektrolyt-Haushalt (Buch).

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