Gesundheitsrisiko – Rauchen

In den 1950er Jahren war Rauchen billig und ein allgemein akzeptiertes Verhalten. Erst, als die negativen Folgen und Todesfälle bekannt wurden, wandelte sich die Situation langsam: heute gilt Rauchen als der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs und die häufigste vermeidbare Todesursache in den Industrieländern.
Diese Tatsache ist seit langem bekannt – trotzdem rauchen viele Menschen.

Die Risiken des Rauchens

Über 4.800 verschiedene Substanzen sind in Tabakrauch enthalten, von denen viele giftig und krebserzeugend sind. Beim Einatmen des Rauchs werden diese Giftstoffe über die Lunge aufgenommen und im gesamten Körper verteilt. Dadurch wird fast jedes Organ geschädigt.
Innerhalb kurzer Zeit kann sich durch Rauchen eine körperliche und psychische Abhängigkeit entwickeln. Eine psychische Abhängigkeit entsteht durch die oft vielfältigen Funktionen, die die Zigarette im Leben des Rauchenden übernimmt.
Zusätzlich tragen nicht nur die aktiven Raucher Schäden davon. Denn auch das nähere Umfeld, also Passivraucher, atmen unfreiwillig die gleiche Zahl an Giftstoffen aus der Umgebungsluft ein wie ein aktiver Raucher. Sie sind also genauso für Erkrankungen gefährdet – besonders Kinder.

 

Welche Folgen treten auf?

Im Durchschnitt sterben Raucher 14 Jahre früher als Nichtraucher. Bei Männern sind 90% der Todesfälle durch Lungenkrebs durch das Rauchen von Tabak verursacht, bei Frauen sind es 80%. Außerdem hat ein Raucher ein bis zu vier Mal höheres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben, als ein Nichtraucher.
Neben Krebs, Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen schädigt Tabakrauch auch die Mundgesundheit. Das Risiko für Erkrankungen der Zähne ist um das 6-fache erhöht.
Körperliche Einschränkungen durch den Genuss von Tabak zeigen sich vor allem beim Sport, denn Rauchern geht deutlich schneller die Puste aus.

 

Was hilft um den Konsum zu reduzieren?

Um mit dem Rauchen aufzuhören sind verhaltenstherapeutische Programme besonders wirksam. Ein Kernsatz lautet: Menschliche Verhaltensweisen, die erlernt wurden, können im Rahmen eines therapeutischen Prozesses auch wieder „verlernt“ bzw. „neu gelernt“ werden. Dieser Grundsatz gilt auch, wenn Sie alleine starten wollen.

Nachfolgend eine arte Dokumentation über die fatalen Auswirkungen des Rauchens.

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Quellen

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.:
Basisinformationen Tabak.
Rauchfrei der BzgA:
Verbreitung des Rauchens.
Tabakkonsum und Gesundheit.
Rauchstopp.