Bewegungsmangel – Parken in der letzten Reihe?

Wussten Sie, dass Bewegungsmangel ähnlich viele Todesopfer fordert wie das Rauchen von Zigaretten? Kaum vorstellbar, dass unsere Vorfahren als Jäger und Sammler die meiste Zeit des Tages auf den Beinen verbrachten – heutzutage sind nur 19% der Frauen und 23% der Männer mehr als 150 Minuten pro Woche so aktiv, dass sie mal außer Atem geraten. Das hat Folgen – aber bietet jede Menge Potenzial!

 

Wer rastet, der rostet

Ohne Bewegung verkümmern wir. Bewegung ist lebenswichtig. Ohne sie sind wir leistungsunfähig, denn Muskelmasse als auch Knochendichte nehmen ab und viele Organe – auch das Gehirn – büßen an Leistung ein. Das führt zu Krankheiten, die durch regelmäßige Bewegung vermieden werden können: Rückenschmerzen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose, Diabetes Mellitus, Depressionen uvm.

Daneben können ohne Bewegung Stresshormone nicht abgebaut werden und wir leiden unter chronischem Stress, Muskelverspannungen und Schlafstörungen.
Doch die Evolution war schlau und ermöglicht es uns, dass wir schon mit kurzen Bewegungseinheiten von etwa 3×10 Minuten unsere Gesundheit positiv beeinflussen können und an Lebensqualität zurückgewinnen.

 

Bewegter leben

Niemand verlangt, dass Sie von 0 auf 100 3x pro Woche joggen gehen. Das vermiest die Freude an der Bewegung bereits beim bloßen Gedanken daran.

Motivierender ist es, langsam die Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren und allmählich zu steigern. Dann entwickeln Sie aus eigener Motivation heraus die Lust an mehr sportlicher Aktivität.
Dazu ist ein wenig Kreativität gefragt! Arbeiten/essen/telefonieren Sie so oft es geht im Stehen. Nutzen Sie die Toilette im Obergeschoss. Fahren Sie mit dem Rad einkaufen (auch, wenn Sie dann öfter einkaufen müssen). Parken Sie in der letzten Reihe.

Spannen Sie Freunde mit ein und gehen Sie gemeinsam ins Schwimmbad – zum Wasserball-spielen.
Waschen Sie Ihr Auto selber, mähen Sie den Rasen, pflanzen Sie die Blumen im Garten um … Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

So werden Sie fitter und locken den uralten Trieb nach Bewegung wieder hervor!

 

Noch gesünder?

Um höhere gesundheitliche Ziele zu erreichen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO den Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren, sich mind. 150 Minuten pro Woche etwas anstrengend oder 75 Minuten pro Woche intensiv zu bewegen. In welcher Form, bleibt Ihnen überlassen: Laufen, Radfahren, HIIT … solange Sie sich anstrengen und ein wenig schwitzen – Angeln!

Um den Einkauf auch in die Wohnung zu bekommen, empfiehlt sich außerdem mind. 2 Tage pro Woche Krafttraining zu machen.

SWR Odysso – Das will ich wissen! über Bewegungsmangel. Was ist das und welche Folgen hat dieser für Körper und Psyche:

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Beispiel-Challenges unserer Teilnehmer
  • Eine Haltestelle früher aussteigen und den Rest mit meinem Kollegen zu Fuß gehen
  • Wenn ich meinem Kollegen etwas sagen will, dann gehe ich zu ihm hin
  • Beim Zähneputzen gehe ich durch die Wohnung

 

weitere infos

Schreibtischübungen fürs Büro

Nutzen Sie diese Tipps & Tricks um mehr Bewegung in Ihrem Alltag zu integrieren.

Ich weiß, ich sollte mich mehr bewegen

 

Quellen

Techniker Krankenkasse:
Bewegung (pdf).
Bundesministerium für Gesundheit:
Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (pdf).
Bewegungsförderung als notwendiger Bestandteil in Prävention und Gesund­ heitsförderung (pdf).